Musikerziehung

Musikerziehung
Unterstufe:

Das Pflichtfach Musik in der Unterstufe soll den SchülerInnen die Grundlagen im Umgang mit Musik näher bringen. Zu diesen Grundlagen zählen folgende Gebiete bzw. Kompetenzen:
  • Noten lesen und schreiben
  • Grundlagen der Harmonielehre
  • Überblick über die Musikgeschichte
  • Musikalisches Fachvokabular
  • Kennenlernen von verschiedenen Komponisten und deren Werken
  • Einfache Analyse von Musikstücken
  • Instrumentenkunde
  • Aktives Zuhören bei Musikstücken
  • Singen, im einstimmigen und fallweise zweistimmigen Bereich
  • Tanzen (Linedance, Volkstanz, div. Gruppentänze,…)

Einblick in eine Unterrichtsstunde in der Unterstufe

Zum Thema „Epochen“
Am Ende der 4. Klasse soll den SchülerInnen ein Grobüberblick über die Musikgeschichte vermittelt werden. Sechs Epochenbegriffe („Gregorianik“, „Renaissance“, „Barock“, „Klassik“, „Romantik“ und „Moderne“) sollen durch diese Einheit mittels Hörbeispiele für die SchülerInnen greifbar gemacht werden. Die richtige Reihenfolge müssen sie zunächst – durch Zuordnen von Notenbeispielen und Bildern – selbst herausfinden. Anhand dieses Materials werden im Plenum die Gründe für Weiterentwicklungen in der Musikgeschichte diskutiert: Die Verbesserung der Instrumente hat zum Beispiel eine wichtige Rolle gespielt; zuerst standen lange die Stimme und der Gesang im Vordergrund. Abschließend erhalten die SchülerInnen ein Arbeitsblatt, das die Merkmale und die Abfolge der Epochen noch einmal sichtbar machen soll.
Oberstufe:

In der Oberstufe wird mit den in der Unterstufe bereits gelernten Fertigkeiten intensiver gearbeitet. Die gelernten Grundfertigkeiten werden fallweise wiederholt und in diesem Zuge auch erweitert, was eine weitaus umfassendere Beschäftigung mit Musik ermöglicht und die SchülerInnen optimal auf den außerschulischen Umgang mit Musik, aber auch auf die Matura vorbereiten soll. Fallweise Exkursionen (Haus der Musik, Oper, Konzert, Universität für Musik…) sollen die Lerninhalte zusätzlich sichern, und die SchülerInnen mit dem aktiven Musikleben in Kontakt bringen.
Besonders die Fertigkeiten im Bereich des Singens werden von zweistimmigen auf vierstimmigen Gesang ausgebaut.

Einblick in eine Unterrichtsstunde der Oberstufe
Zum Thema „Die Winterreise“ von Franz Schubert

Singen: „Der Lindenbaum“
Das Volkslied „Am Brunnen vor dem Tore“ wird zuerst gesungen, mit anschließender Analyse der Strophenform.
In weiterer Folge vergleichen die SchülerInnen das Volkslied mit dem Kunstlied von Franz Schubert um Unterschiede herauszuarbeiten.

Strophenform und Tongeschlechter in „Gute Nacht“
Das Kunstlied „Gute Nacht“, das erste Lied der Winterreise, ist in Moll gehalten und beginnt mit einer einfachen Strophenform. Das bedeutet, dass alle Strophen gleich aufgebaut sind, wie dies auch bei Volksliedern sehr oft zu finden ist. Ab der dritten Strophe verändert sich die Melodie leicht und die letzte Strophe ist sogar in Dur geschrieben. In Verbindung mit dem Text wird die Bedeutung dieser Variationen mit den SchülerInnen herausgearbeitet.

Liedanfänge
Zwischenspiele, aber auch Klaviereinleitungen geben sehr oft Auskunft über den Inhalt des jeweiligen Liedes. Durch das Vorspielen der Liedanfänge sollen die SchülerInnen die Texte der Musik zuordnen.