Was für ein Gesamtkunstwerk! Was für ein Einsatz! Und vor allem: Wie viel Herzblut muss in etwas derart Großes fließen! Das Konrad Lorenz Gymnasium lud am 2. Juni zu einem Sommerkonzert, das mit einem künstlerischen „Kracher“ startete: Musiklehrerin Maria Petrovicova erarbeitete mit Schülerinnen und Schülern das komplette Musical „Der gestiefelte Kater“, das im ersten Teil des Sommerkonzerts zur Aufführung kam. Und „komplett“ ist ein Attribut, das hier keinesfalls fehlen darf. Beginnend mit der Kulisse, dem wunderbaren Bühnenbild und mit unglaublich viel Liebe zum Detail gestalteten Kostümen über das Schauspiel der einzelnen Figuren bis hin zum Gesang der Solisten und Chorelemente sowie der Instrumentalmusik wurde dem Publikum ein Rundumgenuss zum Dahinschmelzen geboten.
„Der gestiefelte Kater“ Das Musical „Der gestiefelte Kater“ basiert auf dem bekannten Grimm-Märchen: Nach dem Tod des Müllers werden dessen unterschiedliche Besitztümer auf die drei Söhne aufgeteilt. Der jüngste Sohn erhält einen vermeintlich wertlosen Kater, den er in einer ersten Frustreaktion am liebsten in eine Schlucht werfen möchte. Doch der kluge Kater verhilft dem Sohn des Müllers zu einem wundersamen gesellschaftlichen Aufstieg und Reichtum. Er überbringt dem König die von ihm kulinarisch so geschätzten, aber schwer einzufangenden Rebhühner, überlistet zwischenzeitlich einen mächtigen Zauberer und verschafft seinem Herrn sowohl ein Zauberschloss als auch die Hand der Königstochter.
Schulband zeigt, was sie kann Schauspiel, Gesang, Tanz, Erzähltext, Instrumentalmusik: Die Schülerinnen und Schüler zauberten ein Gesamtkunstwerk auf die Bühne, dank einer monatelangen Arbeit unter der Leitung von Maria Petrovicova. Direktorin Eva Zillinger und die zahlreichen Zuseher würdigten die großartige Leistung mit stehenden Ovationen. Das gekonnt von Maturantin Viktoria Stipic moderierte Konzert war damit aber keineswegs zu Ende. Die Klasse 5A präsentierte unter der Leitung von Musiklehrer Joachim Unger ein meisterhaft vorgetragenes Medley mit Hits aus der West-Side-Story sowie ein Kunstlied von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Zum Schluss demonstrierte noch die ebenfalls von Joachim Unger trainierte Schulband ihr Können: Mit Sängerin Denise-Marie Gold an der Spitze wurde das Publikum auf einen Streifzug durch die Pop-Geschichte geführt, mit dem Beatles-Klassiker „Hey Jude“ als krönendem Abschluss. Absoluter Hörgenuss!
Fotos von Nathalie Sperk


